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SEPA-Lastschrift
Die SEPA-Lastschrift ist ein bargeldloses Zahlungsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger (Händler) den fälligen Betrag direkt vom Bankkonto des Kunden einzieht. Voraussetzung ist ein SEPA-Lastschriftmandat, mit dem der Kunde die Abbuchung autorisiert. SEPA steht für „Single Euro Payments Area" und umfasst 36 europäische Länder.
Arten der SEPA-Lastschrift
SEPA-Basislastschrift (Core)
Die Basislastschrift ist das Standardverfahren für Privatkunden:
- Der Kunde kann innerhalb von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen widersprechen
- Bei nicht autorisierter Lastschrift beträgt die Frist 13 Monate
- Vorankündigungsfrist (Pre-Notification): mindestens 14 Tage vor Einzug
SEPA-Firmenlastschrift (B2B)
Die Firmenlastschrift ist für Geschäftskunden konzipiert:
- Kein Widerspruchsrecht nach Einlösung
- Die Bank des Zahlers prüft das Mandat vor jeder Buchung
- Schnellere Abwicklung, aber nur zwischen Geschäftskunden möglich
Ablauf einer SEPA-Lastschrift
- Der Kunde erteilt dem Händler ein SEPA-Lastschriftmandat (schriftlich oder online)
- Der Händler kündigt den Einzug per Pre-Notification an (z. B. per Rechnung)
- Der Händler reicht die Lastschrift bei seiner Bank ein
- Die Bank des Kunden bucht den Betrag ab
- Die Gutschrift erfolgt auf dem Händlerkonto
Kosten im Vergleich zur Kartenzahlung
| Merkmal | SEPA-Lastschrift | Kartenzahlung |
|---|---|---|
| Gebühr pro Transaktion | 0,10–0,50 Euro (fix) | 0,25–2,75 % (variabel) |
| Monatliche Kosten | Je nach Bank | Je nach Anbieter |
| Rückbuchungsrisiko | 8 Wochen (Core) | Chargeback-Frist variiert |
| Eignung | Wiederkehrende Zahlungen | Einmalzahlungen am POS |
SEPA-Lastschriften sind vor allem bei wiederkehrenden Zahlungen günstiger als Kartenzahlungen, da die Gebühren fix und nicht umsatzabhängig sind.
Typische Einsatzbereiche
- Abonnements und Mitgliedschaften: Fitnessstudios, Streaming-Dienste, Vereine
- Versorgungsunternehmen: Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation
- Versicherungen: Monatliche oder jährliche Beitragszahlungen
- Online-Handel: Als Alternative zu Kreditkarte oder PayPal
Vorteile für Händler
- Niedrige Transaktionsgebühren: Fixe Gebühren statt prozentualer Kosten
- Planbare Zahlungseingänge: Du bestimmst den Einzugszeitpunkt
- Hohe Akzeptanz: Jeder mit deutschem Bankkonto kann per Lastschrift zahlen
- Automatisierung: Ideal für wiederkehrende Zahlungen
Risiken und Nachteile
- Rückbuchungen: Kunden können 8 Wochen lang ohne Grund widersprechen
- Mandatsverwaltung: Du musst Mandate korrekt speichern und nachweisen können
- Keine Sofortzahlung: Einzug und Gutschrift dauern 2–5 Werktage
- Deckungsrisiko: Reicht das Guthaben nicht, platzt die Lastschrift
SEPA-Lastschrift einrichten
Um SEPA-Lastschriften einzuziehen, brauchst du:
- Eine Gläubiger-ID (bei der Deutschen Bundesbank beantragen)
- Ein Konto bei einer Bank, die SEPA-Lastschriften unterstützt
- Einen Payment Service Provider oder eine Bankanbindung für den automatisierten Einzug
- Gültige SEPA-Mandate deiner Kunden



