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SEPA-Lastschrift

Max Uth
Max Uthpaylindo Team

Die SEPA-Lastschrift ist ein bargeldloses Zahlungsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger (Händler) den fälligen Betrag direkt vom Bankkonto des Kunden einzieht. Voraussetzung ist ein SEPA-Lastschriftmandat, mit dem der Kunde die Abbuchung autorisiert. SEPA steht für „Single Euro Payments Area" und umfasst 36 europäische Länder.

Arten der SEPA-Lastschrift

SEPA-Basislastschrift (Core)

Die Basislastschrift ist das Standardverfahren für Privatkunden:

  • Der Kunde kann innerhalb von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen widersprechen
  • Bei nicht autorisierter Lastschrift beträgt die Frist 13 Monate
  • Vorankündigungsfrist (Pre-Notification): mindestens 14 Tage vor Einzug

SEPA-Firmenlastschrift (B2B)

Die Firmenlastschrift ist für Geschäftskunden konzipiert:

  • Kein Widerspruchsrecht nach Einlösung
  • Die Bank des Zahlers prüft das Mandat vor jeder Buchung
  • Schnellere Abwicklung, aber nur zwischen Geschäftskunden möglich

Ablauf einer SEPA-Lastschrift

  1. Der Kunde erteilt dem Händler ein SEPA-Lastschriftmandat (schriftlich oder online)
  2. Der Händler kündigt den Einzug per Pre-Notification an (z. B. per Rechnung)
  3. Der Händler reicht die Lastschrift bei seiner Bank ein
  4. Die Bank des Kunden bucht den Betrag ab
  5. Die Gutschrift erfolgt auf dem Händlerkonto

Kosten im Vergleich zur Kartenzahlung

MerkmalSEPA-LastschriftKartenzahlung
Gebühr pro Transaktion0,10–0,50 Euro (fix)0,25–2,75 % (variabel)
Monatliche KostenJe nach BankJe nach Anbieter
Rückbuchungsrisiko8 Wochen (Core)Chargeback-Frist variiert
EignungWiederkehrende ZahlungenEinmalzahlungen am POS

SEPA-Lastschriften sind vor allem bei wiederkehrenden Zahlungen günstiger als Kartenzahlungen, da die Gebühren fix und nicht umsatzabhängig sind.

Typische Einsatzbereiche

  • Abonnements und Mitgliedschaften: Fitnessstudios, Streaming-Dienste, Vereine
  • Versorgungsunternehmen: Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation
  • Versicherungen: Monatliche oder jährliche Beitragszahlungen
  • Online-Handel: Als Alternative zu Kreditkarte oder PayPal

Vorteile für Händler

  • Niedrige Transaktionsgebühren: Fixe Gebühren statt prozentualer Kosten
  • Planbare Zahlungseingänge: Du bestimmst den Einzugszeitpunkt
  • Hohe Akzeptanz: Jeder mit deutschem Bankkonto kann per Lastschrift zahlen
  • Automatisierung: Ideal für wiederkehrende Zahlungen

Risiken und Nachteile

  • Rückbuchungen: Kunden können 8 Wochen lang ohne Grund widersprechen
  • Mandatsverwaltung: Du musst Mandate korrekt speichern und nachweisen können
  • Keine Sofortzahlung: Einzug und Gutschrift dauern 2–5 Werktage
  • Deckungsrisiko: Reicht das Guthaben nicht, platzt die Lastschrift

SEPA-Lastschrift einrichten

Um SEPA-Lastschriften einzuziehen, brauchst du:

  1. Eine Gläubiger-ID (bei der Deutschen Bundesbank beantragen)
  2. Ein Konto bei einer Bank, die SEPA-Lastschriften unterstützt
  3. Einen Payment Service Provider oder eine Bankanbindung für den automatisierten Einzug
  4. Gültige SEPA-Mandate deiner Kunden