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Chargeback (Rückbuchung)
Ein Chargeback (deutsch: Rückbuchung) ist ein Verfahren, bei dem ein Karteninhaber eine bereits durchgeführte Kartenzahlung über seine Bank rückgängig machen lässt. Der Betrag wird dem Händler wieder abgezogen und dem Karteninhaber gutgeschrieben.
Typische Gründe für Chargebacks
Ein Chargeback kann aus verschiedenen Gründen eingeleitet werden:
- Betrug: Die Karte wurde gestohlen oder die Daten missbräuchlich verwendet
- Ware nicht erhalten: Der Kunde hat bezahlt, aber die Lieferung ist nicht angekommen
- Doppelbuchung: Der Betrag wurde versehentlich mehrfach abgebucht
- Nicht autorisierte Zahlung: Der Karteninhaber erkennt die Transaktion nicht an
- Mangelnde Ware: Das Produkt weicht erheblich von der Beschreibung ab
Ablauf eines Chargebacks
Der Chargeback durchläuft mehrere Stationen:
- Der Karteninhaber reklamiert die Zahlung bei seiner Bank (dem Issuer)
- Die Bank prüft den Einspruch und leitet ihn an das Kartennetzwerk weiter
- Das Kartennetzwerk informiert den Acquirer des Händlers
- Der Händler kann dem Chargeback widersprechen und Belege vorlegen
- Bei ungelöstem Streit entscheidet das Kartennetzwerk
Der gesamte Prozess kann mehrere Wochen dauern.
Kosten für Händler
Chargebacks sind für Händler doppelt teuer: Neben dem Verlust des Transaktionsbetrags fällt zusätzlich eine Chargeback-Gebühr zwischen 15 und 50 Euro an. Bei zu vielen Chargebacks drohen außerdem erhöhte Überwachung durch Kartennetzwerke, höhere Gebühren oder im Extremfall die Kündigung des Acquiring-Vertrags.
Schutzmaßnahmen
Du kannst das Chargeback-Risiko mit einfachen Maßnahmen senken:
- Klare Produktbeschreibungen und transparente Geschäftsbedingungen
- Schneller Kundenservice bei Reklamationen
- Versandnachweis und Lieferverfolgung
- Sichere Zahlungsverfahren mit Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Erkennbare Händlerbezeichnung auf der Kartenabrechnung



