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Scheme Fee

Max Uth
Max Uthpaylindo Team

Die Scheme Fee ist die Gebühr, die Kartennetzwerke wie Visa und Mastercard für die Bereitstellung und Nutzung ihrer Zahlungsinfrastruktur erheben. Sie ist eine der drei Komponenten, aus denen sich das Disagio bei Kartenzahlungen zusammensetzt.

Anteil an den Gesamtkosten

Die Scheme Fee macht typischerweise 5 bis 10 Prozent des gesamten Disagios aus. Im Vergleich zur Interchange-Gebühr, die 70 bis 80 Prozent der Gesamtkosten ausmacht, ist die Scheme Fee der kleinste Bestandteil. Dennoch summiert sie sich bei hohem Transaktionsvolumen zu einem relevanten Kostenfaktor.

Zusammensetzung des Disagios

  1. Interchange-Gebühr (70-80%) geht an die kartenausgebende Bank
  2. Scheme Fee (5-10%) geht an Visa, Mastercard etc.
  3. Acquirer-Marge (10-20%) geht an den Zahlungsdienstleister

Unterschied zur Interchange-Gebühr

Während die Interchange-Gebühr an die Bank des Karteninhabers fließt, geht die Scheme Fee direkt an das Kartennetzwerk selbst. Visa und Mastercard finanzieren damit ihre globale Infrastruktur, Sicherheitssysteme und Markenentwicklung. Anders als die Interchange ist die Scheme Fee nicht durch die EU-Verordnung reguliert.

Sichtbarkeit für Händler

Als Händler siehst du die Scheme Fee in den meisten Fällen nicht als einzelnen Posten. Bei einem Blended-Rate-Modell (z. B. 1,39 Prozent pauschal) ist sie im Gesamtpreis enthalten. Nur bei transparenten Interchange++-Modellen wird sie separat ausgewiesen. Wenn du deine Kartenkosten im Detail verstehen willst, lohnt sich ein Blick auf ein Interchange++-Modell, das alle drei Komponenten einzeln aufschlüsselt.