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Interchange++ Preismodell

Max Uth
Max Uthpaylindo Team

Das Interchange++ Preismodell (auch IC++ genannt) ist das transparenteste Gebührenmodell für Kartenzahlungen. Es schlüsselt die Transaktionskosten in ihre drei Bestandteile auf, sodass du als Händler genau siehst, wofür du zahlst.

Aufbau von Interchange++

Jede Kartenzahlung setzt sich bei Interchange++ aus drei klar getrennten Komponenten zusammen:

  1. Interchange-Gebühr: Der Anteil, der an die kartenausgebende Bank geht (z. B. 0,2% bei Debit, 0,3% bei Kreditkarten)
  2. Scheme Fee: Die Gebühr des Kartennetzwerks (Visa, Mastercard), meist 0,02-0,10%
  3. Acquirer-Marge: Der Aufschlag deines Zahlungsdienstleisters, z. B. 0,10% + 0,07 Euro pro Transaktion

Du siehst also exakt, welcher Betrag an wen fließt.

Vorteile von Interchange++

  • Volle Transparenz: Keine versteckten Aufschläge, jede Komponente ist nachvollziehbar
  • Niedrigste Gesamtkosten: Besonders bei Girocard-Zahlungen profitierst du von den niedrigen Interchange-Sätzen
  • Faire Abrechnung: Du zahlst die tatsächlichen Kosten plus eine fixe Marge

Interchange++ vs. Blended Rate

Im Gegensatz zum Interchange++ Modell bietet eine Blended Rate einen einheitlichen Prozentsatz für alle Kartenarten. Bei einer Blended Rate von z. B. 1,39% zahlst du für eine Girocard-Transaktion deutlich mehr als nötig, weil der Anbieter die günstigen Interchange-Sätze nicht weitergibt. Beim Interchange++ Modell würdest du für dieselbe Girocard-Zahlung nur circa 0,3-0,4% zahlen.

Der Nachteil: Die Abrechnung ist komplexer und weniger vorhersehbar, da die Gebühr je nach Kartentyp schwankt.

Ab wann lohnt sich Interchange++?

Das Interchange++ Modell lohnt sich in der Regel ab einem Monatsumsatz von circa 10.000 Euro. Ab diesem Volumen überwiegt die Ersparnis gegenüber einer Blended Rate den höheren Verwaltungsaufwand. Besonders wenn ein Großteil deiner Kunden mit Girocard zahlt, sparst du mit IC++ erheblich beim Disagio.

Häufige Fragen zu Interchange++

Interchange++ (auch IC++ genannt) ist ein Preismodell, bei dem die Transaktionsgebühren transparent in drei Komponenten aufgeschlüsselt werden: die Interchange-Gebühr an die kartenausgebende Bank, die Scheme Fee an das Kartennetzwerk (Visa/Mastercard) und die Acquirer-Marge deines Zahlungsdienstleisters.
Interchange++ lohnt sich in der Regel ab einem Monatsumsatz von circa 10.000 Euro. Bei hohem Girocard-Anteil kann die Ersparnis gegenüber einer Blended Rate bei über 50 % liegen, da Girocard-Transaktionen bei IC++ nur circa 0,3 bis 0,4 % kosten statt 1,39 % bei einer Blended Rate.
Bei Interchange++ siehst du die tatsächlichen Kosten jeder Transaktion aufgeschlüsselt nach Kartentyp. Bei einer Blended Rate zahlst du einen einheitlichen Prozentsatz für alle Karten. IC++ ist meist günstiger, aber die Abrechnung ist komplexer und die Gebühren schwanken je nach Kartentyp.
Die meisten Anbieter bieten IC++ erst ab einem gewissen Umsatzvolumen an. Einige Zahlungsdienstleister wie Adyen oder Stripe arbeiten aber grundsätzlich mit IC++-Modellen. Für kleine Unternehmen mit wenigen Transaktionen ist eine Blended Rate oft einfacher und ausreichend.