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Kreditkarte
Eine Kreditkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel, bei dem die ausgebende Bank dem Karteninhaber einen Kreditrahmen gewährt. Im Gegensatz zur Debitkarte wird dein Konto nicht sofort belastet, sondern die Umsätze werden gesammelt und in der Regel einmal im Monat abgerechnet.
Unterschied zur Debitkarte
Der wesentliche Unterschied zur Debitkarte liegt im Zeitpunkt der Abbuchung. Bei einer Kreditkarte nutzt du einen von der Bank eingeräumten Verfügungsrahmen und zahlst den Betrag erst später zurück. Bei einer Debitkarte wird der Betrag direkt vom Girokonto abgebucht. Dadurch bieten Kreditkarten mehr finanzielle Flexibilität, sind für Händler aber mit höheren Gebühren verbunden.
Kartensysteme: Visa, Mastercard und Amex
Die bekanntesten Kreditkartensysteme sind Visa und Mastercard, deren Interchange-Gebühren in der EU auf 0,3 % gedeckelt sind. American Express operiert als geschlossenes System und ist nicht reguliert, weshalb die Gebühren für Händler mit 1,5 % bis 3,5 % deutlich höher ausfallen.
Kosten für Händler
Kreditkartenzahlungen verursachen für Händler ein höheres Disagio als Girocard-Zahlungen. Typische Gebühren liegen zwischen 1,19 % und 2,75 % des Umsatzes. Das liegt an den höheren Interchange-Gebühren, dem Kreditrisiko der Bank und den oft enthaltenen Bonusprogrammen.
Relevanz in bestimmten Branchen
In Branchen mit internationaler Kundschaft oder höheren Durchschnittsbons ist die Kreditkartenakzeptanz besonders wichtig. Hotels, gehobene Gastronomie und der Online-Handel sind auf Kreditkarten angewiesen, da viele Gäste und Kunden aus dem Ausland keine Girocard besitzen. Auch Geschäftsreisende zahlen häufig mit Firmenkreditkarten.


