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mPOS (Mobile Point of Sale)
Ein mPOS (Mobile Point of Sale) ist ein kompaktes, tragbares Kartenlesegerät, das in Kombination mit einem Smartphone oder Tablet als mobiles Kartenterminal funktioniert. mPOS-Geräte haben den Markt für Kartenzahlungen revolutioniert, indem sie auch Kleinunternehmern und mobilen Dienstleistern den Zugang zu bargeldloser Zahlung ermöglichen.
Wie funktioniert ein mPOS?
Ein mPOS-System besteht aus zwei Komponenten:
- Kartenlesegerät: Ein kleines, handliches Gerät mit NFC-Chip, Chipkartenleser und oft einem PIN-Pad
- Smartphone-App: Die zugehörige App verarbeitet die Zahlung, zeigt den Betrag an und erstellt digitale Belege
Das Kartenlesegerät wird per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Die Internetverbindung für die Transaktionsverarbeitung läuft über das Mobilfunknetz oder WLAN des Telefons.
mPOS vs. klassisches POS-Terminal
| Merkmal | mPOS | Klassisches POS-System |
|---|---|---|
| Größe | Handtellergroß | Tischgerät |
| Preis | 29–79 Euro (Kauf) | 200–800 Euro oder Miete |
| Monatliche Kosten | Meist 0 Euro | 10–30 Euro |
| Belegdruck | Digital (E-Mail/SMS) | Integrierter Drucker |
| Akku | 8–12 Stunden | Variiert |
| Kassensystem-Integration | Begrenzt | Umfangreich |
| Mobilität | Sehr hoch | Eingeschränkt |
Beliebte mPOS-Anbieter in Deutschland
SumUp
- Gerätepreis: ab 39 Euro
- Transaktionsgebühren: 0,90 % (Girocard), 1,39 % (Kreditkarte)
- Monatliche Kosten: 0 Euro
- Besonderheit: Tap to Pay (ohne Hardware) als Ergänzung
Zettle (PayPal)
- Gerätepreis: ab 29 Euro
- Transaktionsgebühren: 0,95 % (EC), 2,75 % (Kreditkarte)
- Monatliche Kosten: 0 Euro
- Besonderheit: Integration mit PayPal-Ökosystem
myPOS
- Gerätepreis: ab 39 Euro
- Transaktionsgebühren: ab 0,90 % (EC), ab 1,30 % (Kreditkarte)
- Monatliche Kosten: 0 Euro
- Besonderheit: Eigenes Geschäftskonto mit IBAN inklusive
Vorteile eines mPOS
- Niedrige Einstiegskosten: Kein teures Terminal, keine Vertragslaufzeit
- Maximale Mobilität: Ideal für Märkte, Messen, Lieferdienste, Handwerker
- Schnelle Einrichtung: In wenigen Minuten einsatzbereit
- Kontaktloses Bezahlen: Alle modernen mPOS-Geräte unterstützen NFC
- Transparente Gebühren: Festes Disagio, keine versteckten Kosten
Einschränkungen
- Abhängig vom Smartphone: Ohne geladenes Smartphone keine Zahlung
- Begrenzte Kassenintegration: Nicht für komplexe Warenwirtschaft geeignet
- Kein Belegdrucker: Belege nur digital
- Höheres Disagio: Im Vergleich zu Individual-Tarifen bei klassischen Terminals
Für wen eignet sich ein mPOS?
Ein mPOS ist ideal für:
- Selbstständige und Freiberufler: Friseure, Masseure, Berater
- Mobile Händler: Marktverkäufer, Food Trucks, Pop-up-Stores
- Kleinunternehmer: Boutiquen, Cafés, kleine Geschäfte
- Dienstleister: Handwerker, Lieferdienste, Taxi-Fahrer
- Vereine und Events: Eintrittskassen, Spendensammlung

