Paylindo Logo
Veröffentlicht am

Bargeld vs. Kartenzahlung: Der wahre Kostenvergleich [Rechner 2026]

Bargeld vs. Kartenzahlung Kostenvergleich — Was ist wirklich günstiger für Händler?

Was kostet Bargeld wirklich? Die meisten Geschäftsinhaber kennen die Gebühren für Kartenzahlung — aber die versteckten Kosten von Bargeld werden oft übersehen. Laut einer Bundesbank-Studie kostet die Bargeldhaltung Händler durchschnittlich 1,5-2,0% des Umsatzes. Im Vergleich: Girocard-Zahlungen liegen bei nur 0,25-0,95%. Mit unserem Rechner vergleichst du beide Zahlungsarten fair und transparent.

Bargeld vs. Kartenzahlung Kostenrechner

Vergleiche die wahren Kosten von Bargeld mit Kartenzahlung. Viele Kosten der Bargeldhaltung werden oft übersehen — hier siehst du das vollständige Bild.

Dein Geschäft

Bargeld-Kosten

Kartenzahlung-Kosten

Girocard: 0,25-0,95% / Kreditkarte: 1,19-2,5%

Gerätemiete + ggf. Grundgebühr (0-39 €)

Kostenvergleich

Bargeld240,00 € / Monat
1,60% vom Umsatz
Bank: 40,00Zählzeit: 60,00Schwund: 75,00Wechselgeld: 50,00Versicherung: 15,00
Kartenzahlung162,50 € / Monat
1,08% vom Umsatz
Gebühren: 142,50Terminal: 20,00

Kartenzahlung ist 77,50 € günstiger pro Monat (930,00 € pro Jahr).

Finde das günstigste Kartenterminal

Vergleiche alle Anbieter und minimiere deine Kartengebühren

Zum Anbietervergleich

Die versteckten Kosten von Bargeld

Bargeld erscheint auf den ersten Blick kostenlos — schließlich zahlst du keine Transaktionsgebühr. Doch die Realität sieht anders aus. Jeder Geldschein und jede Münze in deiner Kasse verursacht Kosten, die oft unsichtbar bleiben:

Bankeinzahlungen

Gebühren für jede Bargeldeinzahlung bei der Bank

Einfluss: Mittel
  • 3-10€ pro Einzahlung
  • 8-15 Einzahlungen/Monat
  • = 24-150€/Monat

Arbeitszeit

Kassenzählung, Abrechnung, Bankgänge

Einfluss: Hoch
  • 3-6 Stunden/Monat
  • Bei 15€ Stundenlohn
  • = 45-90€/Monat

Schwund & Differenzen

Zählfehler, Diebstahl, Falschgeld

Einfluss: Mittel
  • 0,3-1,0% vom Bargeldumsatz
  • Bei 15.000€ Umsatz
  • = 45-150€/Monat

Hinzu kommen indirekte Kosten, die schwerer zu beziffern sind:

  • Wechselgeld-Vorhaltung: Gebundenes Kapital in der Kasse (typisch 50-200€)
  • Versicherung: Höhere Prämien bei hohen Bargeldbeständen
  • Zeitverlust: Langsamerer Bezahlvorgang an der Kasse (30-50 Sekunden vs. 10-15 Sekunden bei kontaktloser Kartenzahlung)
  • Hygieneaspekte: Besonders seit der Pandemie bevorzugen Kunden kontaktlose Zahlung

Was kostet Kartenzahlung wirklich?

Die Kosten für Kartenzahlung sind transparent und planbar — im Gegensatz zu den oft versteckten Bargeldkosten:

Transaktionsgebühren nach Kartentyp

KartentypTypische GebührBeschreibung
Girocard (ehemals EC-Karte)
0,25% - 0,95%Günstigste Variante. Wird von ~96% der Deutschen genutzt.
Mastercard / Visa Debit
1,19% - 1,75%Moderne Debitkarten, die Maestro/V Pay ablösen.
Mastercard / Visa Credit
1,75% - 2,5%Klassische Kreditkarten. Höhere Gebühren, aber zunehmend verbreitet.

Bei einem typischen Kartenmix (70% Girocard, 30% Kredit-/Debitkarte) liegen die durchschnittlichen Kosten bei 0,9-1,2% des Kartenumsatzes — plus ggf. eine Grundgebühr von 0-39€ pro Monat.

💡

Der faire Vergleich

Für einen fairen Vergleich müssen alle Kosten einbezogen werden: Bei Bargeld die versteckten Kosten für Handling, Schwund und Arbeitszeit. Bei Kartenzahlung die Transaktionsgebühren plus eventuelle Fixkosten.

Alle Kartengebühren im Detail

Bundesbank-Studie: Kosten von Zahlungsmitteln

Die Deutsche Bundesbank hat in ihrer Studie "Kosten von Zahlungsmitteln im Einzelhandel" (2025) die tatsächlichen Kosten verschiedener Zahlungsarten ermittelt:

ZahlungsartKosten pro TransaktionKosten in % vom Umsatz
Bargeld0,24€~1,8%
Girocard0,19€~0,67%
Kreditkarte0,33€~1,2%
Kontaktlos (NFC)0,15€~0,55%

Die Zahlen zeigen: Bargeld ist das teuerste Zahlungsmittel für Händler — nicht das günstigste. Besonders kontaktlose Kartenzahlung (NFC) ist sowohl günstiger als auch schneller.

💡

Quelle

Die Bundesbank-Studie berücksichtigt alle direkten und indirekten Kosten inklusive Personalaufwand, Technik und Infrastruktur. Die Zahlen gelten für den deutschen Einzelhandel.

Unsere Analyse der Bundesbank-Studie

Kostenvergleich nach Branche

Die Bargeldkosten variieren je nach Branche erheblich. Hier ein Vergleich:

Beispielrechnungen: Was kostet Kartenzahlung wirklich?

Bargeldkosten beinhalten Bankgebühren, Arbeitszeit, Schwund und Wechselgeld-Vorhaltung. Kartenzahlungskosten beinhalten Transaktionsgebühren und Terminalkosten.

🥐

Bäckerei / Kiosk

8.000€ Bargeldumsatz/Monat

Viele kleine Transaktionen
Einmalige Kosten0,00€
Monatliche Fixkosten0,00€
Umsatzabhängige Kosten (Bargeld)160,00€
Gesamtkosten/Monat~160€ Bargeldkosten

Kartenzahlung mit PAYG-Tarif: ~95€ → Ersparnis 65€/Monat

🍽️

Restaurant

20.000€ Bargeldumsatz/Monat

Mittlere Transaktionswerte
Einmalige Kosten0,00€
Monatliche Fixkosten0,00€
Umsatzabhängige Kosten (Bargeld)360,00€
Gesamtkosten/Monat~360€ Bargeldkosten

Kartenzahlung mit Basis-Tarif: ~210€ → Ersparnis 150€/Monat

🛍️

Einzelhandel

40.000€ Bargeldumsatz/Monat

Höhere Transaktionswerte
Einmalige Kosten0,00€
Monatliche Fixkosten0,00€
Umsatzabhängige Kosten (Bargeld)680,00€
Gesamtkosten/Monat~680€ Bargeldkosten

Kartenzahlung mit Volumentarif: ~380€ → Ersparnis 300€/Monat

💡

Wichtig bei Beispielrechnungen

Die Bargeldkosten basieren auf der Bundesbank-Studie (~1,8% vom Umsatz) plus individuelle Personalkosten. Die tatsächliche Ersparnis durch Kartenzahlung ist in der Praxis oft noch höher durch den Zusatzumsatz.

Wann ist Bargeld günstiger?

Es gibt wenige Szenarien, in denen Bargeld tatsächlich günstiger sein kann:

Bargeld

Vorteile
  • Keine Transaktionsgebühren
  • Sofortige Verfügbarkeit
  • Funktioniert ohne Technik
  • Günstiger bei sehr kleinen Umsätzen (unter 1.000€/Monat)
Nachteile
  • Hohe versteckte Kosten (1,5-2,0% vom Umsatz)
  • Zeitaufwand für Zählen und Bankgänge
  • Diebstahl- und Schwundrisiko
  • Kunden ohne Bargeld gehen verloren

Kartenzahlung

Vorteile
  • Günstigere Gesamtkosten ab ~3.000€ Umsatz
  • Kein Schwund, kein Zählen, kein Bankgang
  • 8-18% Umsatzsteigerung durch höhere Warenkörbe
  • 85% der Kunden erwarten Kartenzahlung
Nachteile
  • Transaktionsgebühren (0,25-2,5%)
  • Ggf. monatliche Grundgebühr
  • Abhängigkeit von Technik und Internet
  • Auszahlung nicht sofort (1-3 Werktage)
LogoVergleiche alle Kartenterminal-Anbieter
Kostenloser Vergleich
Spare bei den Gebühren
In 2 Minuten

Häufige Fragen

Laut Bundesbank kostet Bargeld den Handel etwa 1,5-2,0% des Umsatzes. Diese Kosten setzen sich zusammen aus Bankeinzahlungsgebühren (3-10€ pro Einzahlung), Arbeitszeit für Zählen und Abrechnung (3-6 Stunden pro Monat), Schwund und Differenzen (0,3-1%), sowie Wechselgeld-Vorhaltung.
In den meisten Fällen ja. Die Bundesbank-Studie zeigt Kosten von ~0,67% pro Girocard-Transaktion vs. ~1,8% für Bargeld. Besonders kontaktlose Kartenzahlung (NFC) ist mit ~0,55% die günstigste Zahlungsart. Der Kostenvorteil wächst mit steigendem Umsatz.
Am häufigsten übersehen werden die Arbeitszeit (Kassenzählung, Bankgänge, Abrechnung) und der Schwund (Zählfehler, Diebstahl). Allein die Arbeitszeit kann bei einem Angestellten 60-100€ pro Monat ausmachen — das übersteigt oft bereits die gesamten Kartenzahlungsgebühren.
Die Deutsche Bundesbank hat in ihrer Studie "Kosten von Zahlungsmitteln im Einzelhandel" ermittelt, dass Bargeld mit ~0,24€ pro Transaktion das teuerste Zahlungsmittel ist. Girocard kostet ~0,19€ pro Transaktion und kontaktlose Zahlung nur ~0,15€. Bezogen auf den Umsatz liegt Bargeld bei ~1,8%, Girocard bei nur ~0,67%.
Der einfachste Weg: Mehr Kunden auf Kartenzahlung umstellen. Dafür brauchst du ein Kartenterminal. Moderne Anbieter wie SumUp oder Zettle bieten Terminals ohne Grundgebühr an — du zahlst nur bei Nutzung. Zusätzlich kannst du mit Schildern auf kontaktloses Bezahlen hinweisen, um den Kartenanteil zu erhöhen.
Die Bargeld-Ersparnis allein rechtfertigt oft schon ein Kartenterminal. Dazu kommt aber der wichtigere Effekt: die Umsatzsteigerung. Studien belegen 8-18% mehr Umsatz durch Kartenzahlung — durch höhere Warenkörbe, Impulskäufe und weniger verlorene Kunden.