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Tap to Pay / SoftPOS
Tap to Pay (auch SoftPOS genannt) ist eine Technologie, die ein handelsübliches Smartphone oder Tablet in ein vollwertiges Kartenterminal verwandelt. Kunden halten ihre Karte oder ihr Smartphone einfach an das Gerät des Händlers, um kontaktlos zu bezahlen – ganz ohne separaten Kartenleser.
Wie funktioniert Tap to Pay?
Tap to Pay nutzt den NFC-Chip, der in modernen Smartphones verbaut ist. Der Ablauf einer Zahlung ist denkbar einfach:
- Der Händler gibt den Betrag in der Zahlungs-App auf seinem Smartphone ein
- Der Kunde hält seine Karte, sein Smartphone oder seine Smartwatch an das Gerät
- Die Zahlung wird per NFC übertragen und autorisiert
- Bei Beträgen über 50 Euro erfolgt eine PIN-Eingabe auf dem Gerät des Kunden
Die gesamte Transaktion dauert nur wenige Sekunden.
Tap to Pay vs. klassisches Kartenterminal
| Merkmal | Tap to Pay / SoftPOS | Klassisches Terminal |
|---|---|---|
| Hardware | Vorhandenes Smartphone | Separates Gerät nötig |
| Anschaffungskosten | 0 Euro | 29–800 Euro |
| Karteneinführung (Chip) | Nicht möglich | Möglich |
| Kontaktlos (NFC) | Ja | Ja |
| PIN-Eingabe | Am Kunden-Gerät | Am Terminal |
| Belegdruck | Digital (per E-Mail/SMS) | Gedruckt oder digital |
Vorteile für Händler
- Keine Hardwarekosten: Du brauchst nur dein Smartphone und eine App
- Sofort einsatzbereit: Keine Lieferzeit, keine Installation
- Ideal für mobile Einsätze: Märkte, Lieferdienste, Handwerker, Pop-up-Stores
- Niedrige Einstiegshürde: Perfekt für Kleinunternehmer und Selbstständige
Einschränkungen
Tap to Pay hat aktuell noch einige Grenzen:
- Nur kontaktlose Zahlungen: Karten ohne NFC können nicht verarbeitet werden
- Geräteabhängig: Nicht jedes Smartphone unterstützt die Funktion (iPhone ab XS, Android mit NFC)
- Kein Belegdrucker: Belege werden nur digital versendet
- Sicherheitsbedenken: Die PIN wird auf dem Kundengerät eingegeben, nicht auf einem zertifizierten Terminal
Anbieter in Deutschland
Mehrere Zahlungsdienstleister bieten Tap to Pay in Deutschland an:
- SumUp: Tap to Pay über die SumUp-App (iPhone und Android)
- Zettle (PayPal): Tap to Pay für iPhone
- Stripe: Terminal-SDK mit Tap to Pay Unterstützung
- myPOS: Glass-Lösung für Android
Die Transaktionsgebühren entsprechen in der Regel denen des jeweiligen Anbieters für reguläre Kartenzahlungen.
Sicherheit
Tap to Pay ist genauso sicher wie eine reguläre kontaktlose Kartenzahlung. Die Technologie nutzt die gleiche Verschlüsselung und Tokenisierung wie herkömmliche NFC-Zahlungen. Der Zahlungsdienstleister muss zudem PCI-DSS-zertifiziert sein.
Zukunft von Tap to Pay
Mit der zunehmenden Verbreitung von NFC in Smartphones und der Öffnung des NFC-Chips auf iPhones (seit iOS 15.4) wird Tap to Pay immer relevanter. Für viele kleine Unternehmen könnte SoftPOS das klassische Kartenterminal langfristig ersetzen – zumindest als Ergänzung für den mobilen Einsatz.
